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Qualitätskontrolle - wichtig in der Medizin

Die Zufriedenheit des Patienten über sein erzieltes Ergebnis ist für uns das wichtigste Qualitätskriterium. Im Klinikbereich haben wir uns bemüht, unser Tun und Handeln für Sie so transparent wie möglich zu gestalten. Alle Abläufe sind bei aller Individualität auf eine möglichst einheitliche, verläßliche Versorgungsstruktur konzentriert, die uns und Ihnen den Aufenthalt hier so angenehm, wie nur eben machbar, gestalten sollten. rheinland.gif (820 Byte)

Qualitätsbericht für das Jahr 2001
(Stand 1.4.2002)

Das strukturierte Qualitätsmanagementsystem in der Orthopädischen und Rheumaorthopädischen Abteilung im Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach hat die Qualität der Arbeit auf einem hohen Niveau stabilisiert. Im Verlauf des Jahres konnte auf den Stationen und im Op die Strukturierung der Zertifizierungsmaßnahmen weiter vorangetrieben  werden, die  Überarbeitung im Rahmen der im Jahre 2001 durchgeführten Audits hat

1. die organisatorische Sicherheit weiter erhöht.;

2. Den Wert  der Behandlungskonzepte offenbart

3. zunehmende Sicherheit in der Behandlung erbracht.

Die Zertifizierung wird weiterhin gut von den Mitarbeitern angenommen und  mit gut  sichtbarer Motivation in der täglichen Arbeit umgesetzt, sie wird  hinterfragt, neue Vorschläge werden erarbeitet. Diese Anregungen wurden auch in 2002 in den regelmäßigen Auditsitzungen des Qualitätsmanagementzirkels vorgetragen, diskutiert und für die tägliche Arbeit mit der Erarbeitung  neuer Arbeitsanweisungen, Checklisten und Planziele umgesetzt. So entstanden die AA-AHBverfahren, CL septische Zimmergestaltung, CL Umgang mit septischen Patienten, AA Dokumentationspflicht, AA Basistherapie, AA Umgang mit Zeugen Jehovas. Die Klinik wurde wegen ihrer anerkannt „blutarmen Behandlungsweisen” als Referenzklinik im Landesverband der Zeugen Jehovas ausgewiesen. In der Tagesarbeit und im Umgang mit unseren Patienten konnte eine deutliche Gelassenheit durch die gewonnene Sicherheit in der täglichen Arbeit vermerkt werden. Ökonomische Reserven wurden genutzt, obwohl es durch Änderung des Behandlungsspektrums gerade im Behandlungsbereich septischer Krankheitsfälle eine Zunahme im Verbrauch „medizinischer Sachbedarf” zu verzeichnen war. Dieses war weniger auf eigenproduzierte septische Fälle zurückzuführen als vielmehr durch eine vermehrte Aufnahme septischer Patienten von anderen Häusern bedingt. Hier hatten sich die guten Resultate unserer Versorgung und die anerkannte Fachkompetenz erhöhend ausgewirkt. Gleichzeitig wurde die Versorgung im Fallpauschalensektor gesteigert, was aber ökonomisch zur Reduzierung der verhandelten „Tagessatzpatienten „ geführt hat. . Der vermehrte Aufwand der Dokumentation und der Aufwand der Schreibarbeiten durch die Zertifizierung relativiert sich mittlerweile in der Mehrbelastung der Mitarbeiter. Andererseits konnte durch die exakte Dokumentation das Bewusstsein für Qualitätsanforderungen geschärft und auch über die entstandene größere Rechtssicherheit eine Notwendigkeit für die Maßnahmen vermittelt werden. (vgl. Auditprotokolle)

Die Arbeit am Patienten ist jetzt nachvollziehbar, das Behandlerteam spricht mit einer Sprache, was bei dem Patienten den Eindruck einer gut strukturierten und fachkompetenten Abteilungsarbeit vermittelt, was die Zufriedenheit und Akzeptanz der Behandlungsqualität auf Seiten der Patienten erhöht. Immer wieder geäußerte positive Rückmeldung stärkt das Selbstbewusstsein der Mitarbeiter und motiviert.

Der QMB wurde in den Fachauschuss Qualitätssicherung der Landesärztekammer berufen und zum Vorsitzenden des Fachausschusses „Skelettsystem” bestellt.

Die  eingeführten Befragungsaktionen der Patienten wurden EDV ausgewertet und in regelmäßigen Abständen den Mitarbeitern mit einem Durchschnittslevel mitgeteilt. Die Diskussion der Ergebnisse waren  Teil der selbstkritischen Überprüfung der Akzeptanz der geleisteten Arbeit im Rahmen der Stationsübergaben. Die Ergebnisse mit weit über 92% absolut positiver Bewertung unserer Arbeit sprechen für sich.

Die Patienteninformationsschrift wurde aktualisiert  und in den Zimmern ausgelegt (mittlerweile durch starken Schwund, den wir als positives Zeichen und hohe Akzeptanz werten, in der 4. Auflage, Stand 1.4.02) .Sie dient zur Erleichterung der Eingewöhnung in die Stationsabläufe, Vorstellung der betreuenden Mitarbeiter, Darstellung der Leistungsfähigkeit der Abteilung. Als besondere Stärke sehen wir unsere gleichbleibende Qualität unserer Ergebnisse, die wir weiterhin ständig in Nachuntersuchungsreihen hinterfragen und deren Resultate wir regelmäßig auf wissenschaftlichen Tagungen präsentieren (vgl. Publikationsliste der letzten Jahre in der PI). Mitte des Jahres hat es einen entscheidenden Wechsel in der Oberarztriege gegeben. Dr.Schill wurde aufgrund seiner fachlichen und wissenschaftlichen Qualitäten in die O.A.Mannschaft der Universität Regensburg in eine Habilitationsstelle übernommen, eine fachlich hohe Anerkennung seiner Leistungen. Verbunden damit wurden kurzfristige Umstrukturierungen in der Arbeiteinteilung der OÄ notwendig, mittlerweile hat Herr Dr. Stolz sich gut eingearbeitet und den Verlust erträglich gestaltet.

Als Verbesserungsmaßnahmen haben wir einen weiteren Ausbau unserer EDV  gestützten Dokumentation (weiterer Ausbau der direkten Funktionsscoreermittlung), Verbesserungen im Bereich der Datenvernetzung für einen schnelleren Zugriff und aktuellen Abruf im ambulanten Bereich vorangetrieben. Eine Vernetzung der Ambulanz mit dem OP, den Stationen und der Planungsstation konnte umgesetzt werden, weitere Vernetzung und der Aufbau der Orthopädischen Abteilung in Kirn wird im April erfolgen. Eine  EDV gestützte Op-Planung wurde für die Hüftplanung  installiert und im Verlauf des Jahres durch eine Eigenentwicklung auf die Planung für die Knieendoprothetik erfolgreich erweitert. In der Morgenbesprechung wird mittlerweile die CAD Planung als präoperatives Element diskutiert. Der Einstieg in die navigationsassistierte Chirurgie soll im Laufe diesen Jahres erfolgen. Die Realisierung dieser Maßnahmen ist als Entwicklungprojekt mit den Firmen Link und Brain Lab geplant, wobei auf eine CT freie Navigation aus Zeit- und Kostengründen hingearbeitet werden soll.

Die neuen Abrechnungsformen der DRGs bringen für die Dokumentationen zusätzlich erhebliche Belastungen des gesamten Teams mit sich. Um den Sinn und die Notwendigkeiten dieser Dokumentationen darzustellen, wurden  im ärztlichen Bereich erhöhte Fortbildungen durchgeführt, um Einsicht in  das Prinzip dieses System zu vermitteln und deren Auswirkungen auf die neue Krankenhauslandschaft zu zeigen. Eine feste Groupierungssitzung mit Fallbesprechung wurde zunächst installiert, eine abteilungsbezogene Klassifizierungs- statistik aufgebaut. Die in den letzten beiden Jahren konstante CMI wertung bei 2.66 zeigt auf der einen Seite die hohe Belastung der Abteilung und aber auch den sicheren Umgang mit dem neuen DRG instrument in der täglichen Arbeit.

Im Op-Bereich erfolgte eine Umsetzung der Hygienebestimmungen für die neuen Abdecksysteme, nach intensiver Prüfung auf Qualität und Praktikabilität haben wir uns für eine Papierabdeckung von Johnson u.Johnsen entschieden, die Sets wurden abgestimmt für die verschiedenen OP -abläufe festgelegt.

Beurteilungsbögen für die Mitarbeiter auf den Stationen, der KG-Abteilung und für die ärztlichen Mitarbeiter wurden erarbeitet und erstmals in diesem Jahr standardmäßig geführt. Die Dokumentation verbleibt auf den Abteilungen.

Die Abteilungsarbeit war zudem geprägt durch die Vorbereitungen der Übernahme einer Bettenstation (19Betten) und eines Ops in Kirn (30km vom Hauptstandort). Die Zertifizierungsrichtlinien sollten von Anfang an in dieser Station umgesetzt werden. Es erfolgten im Vorfeld Hospitationen der ursprünglich geburthilflich tätigen Mitarbeiter auf unseren Stationen der Orthopädie, sowie vor Ort Einweisungen der Opmitarbeiter und Umsetzung der AAs und Cls durch unsere leitende Opschwester. Stabilisierend für diese Übernahme hat sich die Besetzung der Station durch Sw.Martina Diel ausgewirkt, die mit hohem Engagement Ihre fachliche und menschliche Führungsqualität eingebracht hat. Die KG Abteilung konnte ebenfalls durch einen gut eingearbeiteten Mitarbeiter aus dem Kreuznacher Haus besetzt werden.

Bauliche Veränderungen sind in Angriff genommen worden ,Umbau der Kreissäle in KG-Abteilung und Eingriffsraum, Gipsraum und Schleusen etc., so dass die Pläne auch für eine ambulante Öffnung der Abteilung umgesetzt werden können, die Baumaßnahmen werden voraussichtlich im Mai abgeschlossen sein.

Zukünftig wird eine Verlagerung der Kurzliegerfälle nach Kirn angestrebt, so dass die Opkapazität in Bad Kreuznach für den Kernbereich Fallpauschalen u.Endoprothetik intensiver genutzt werden kann.

Zusätzlich wurden Behandlungsrichtlinien für die konservative Wirbelsäulenbehandlung vervollständigt und in einer Broschüre für die Patienten zusammengestellt, was zu einer deutlich besseren Akzeptanz der konservativen Behandlung und auch der visuellen Kontrolle durch eine Schmerzdokumentationsskala geführt hat.

Neue Mitarbeiter müssen im Ärztlichen Bereich rekrutiert werden, neue Mitarbeiter sind z.T. alte Bekannte (Rückkehr aus Mutterschutz, nach chirurgischer Zeit), so dass die Einarbeitung schnell vonstatten gehen kann.

Der Umgang mit den KK und dem MdK gestaltet sich zunehmend schwieriger, so dass Maßnahmen (Gestaltung der Op-berichte, der E-briefe, Einführung einer skalierten Pflegedokumentation) zur besseren Abwicklung der Anfragen  eingeleitet worden sind.

Die Vorbereitungen der Dokumentation und der Behandlungsstrategien für die  DRGs in 2003 sind in der Abteilung umgesetzt, der Einführung können wir deshalb gelassen entgegensehen.

 

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Verein zur Förderung der Erforschung und Bekämpfung Rheumatischer Erkrankungen in der Orthopädie e. V. Bad Kreuznach