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Abteilung für Orthopädie und Rheumaorthopädie
Diakonie Krankenhaus, kreuznacher diakonie

Sehr geehrte Patientinnen, sehr geehrte Patienten,
auf diesen Seiten finden Sie Informationen zur Wirbelsäule.
Die Informationen sind in Unterkapitel gegliedert

 

Allgemeine Einführung

In unserer neu eingerichteten Abteilung im Krankenhaus Kirn unter Leitung von Dr. med. Th. Hallbauer werden alle gängigen Operationen an der oberen, mittleren und unteren Wirbelsäule durchgeführt:

  • Bandscheibenoperationen,
  • Schiefhalsoperationen,
  • Versteifungen des Kopf-Halsübergangs und der unteren Lendenwirbelsäule,
  • Rückenmarkkanal-Erweiterungen.
  • usw.

 

Der Befall der Halswirbelsäule bei chronischer Polyarthritis kann vor allem nach langjähriger Einnahme von Steroiden für den Patienten zur schwerwiegendsten Erscheinungen dieses Krankheitsbildes werden. In unserem Krankengut zeigte sich bei Polyarthritikern mit Halswirbelsäulen(HWS)-Symptomatik nach einer längeren Erkrankungsdauer, die im Schnitt 18,3 Jahre zurücklag, eine 40 Prozentrate der HWS-Zerstörung. Bei der Bechterewerkrankung sehen wir gehäuft Versteifungen der unteren und mittleren Halswirbelsäule. Hier kommt es reaktiv über die verbleibende Restbeweglichkeit im okzipito- zervikalen Übergang auch rasch zu Instabilitäten im Kopf-Hals Übergang. Mit zunehmender Instabilität ist gerade diese Komplikation der knöchernen Zerstörung mit schweren MNervenstörungen gekennzeichnet. Diese Erscheinungsfolgen lassen gerade den rheumatischen Angriff auf knöcherne und Gelenkstrukturen in diesem Bereich zu einer schwerwiegenden Manifestation dieses Krankheitsbildes werden. Das Schlagwort "An Rheuma stirbt man nicht" wird in eindrucksvoller Weise durch diese lokalen Erscheinungsformen widerlegt. Englische und schwedische Studien, durch Autopsien belegt, weisen eine Mortalität von 10 % nach langwieriger HWS-Affektion auf. Klinisches Leitsymptom für die Beteiligung der HWS ist der Nackenschmerz, meist wie ein Kloßgefühl und Schluckbeschwerden. Im Bewegungsausmaß fällt dem Patienten ein deutliches Reibegeräusch auf, das von vielen als sehr störend empfunden wird und oft auch vom Untersucher hörbar ist. Mit zunehmender Instabilität tritt das Geräusch immer deutlicher zu Tage, ist aber auch wie der Kopf- und Nackenschmerz nicht ständig nachweisbar. Das andere Leitsymptom, ist das Kloßgefühl. Schwere knöcherne Zerstörungen sind vergesellschaftet mit zunehmenden Empfindungen wie Temperaturempfindungsstörungen, Blutdruckschwankungen, Herzrhythmusstörungen. Bei Auftreten dieser Symptome ist ein sehr gefahrvolles Stadium der Erkrankung und der Instabilität erreicht, die dann notfallmäßig operationspflichtig wird.


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Verein zur Förderung der Erforschung und Bekämpfung Rheumatischer Erkrankungen in der Orthopädie e. V. Bad Kreuznach