|
Operative Behandlungskonzepte
Streßprophylaxe
Der wesentlichste Teil der Operationsvorbereitung ist die perioperative
Streßprophylaxe. Die routinemäßige Aufklärung reicht in der Regel nicht aus. Die
intensive ausgewogene präoperative Aufklärung mit Abwägen und Darstellung von
Ausblicken auf die zu erwartenden psychischen, physischen und sozialen Veränderungen
postoperativ sind wesentlicher Bestandteil der Patientenführung. Dazu gehört auch die
schnelle soziale Integration in das Stationsleben, die präoperative Gebrauchsschulung von
Hilfsmitteln unter ergotherapeutischer Anleitung.
Neben dem Gespräch kann auch die abteilungsbezogene Information über
Patientenbroschüren eine wesentliche Unterstützung sein. Wir führen diese
Unterstützung in unserem Krankengut seit 1986 mit gutem Erfolg durch. Präoperative
Ängste, depressive Stimmungslagen machen gerade beim Patienten, der erstmals operativ
versorgt werden muß, eine begleitende medikamentöse Behandlung notwendig, die auf
verbesserte Streßbewältigung, Sedierung und optimales präoperatives Schlafverhalten und
letztlich auch postoperative Schmerzbewältigung zielen . Ein wesentlicher Faktor ist
hierbei auch die Narkoseform. Bis zu 90 % aller Eingriffe am Bewegungsapparat lassen sich
in Regional- oder Leitungsanästhesie ausführen. Mit Nutzung der Langzeitanästhetika
lassen sich schon Schmerzmittelgaben nach erfolgter Operation reduzieren und der
unmittelbare Schmerzstreß ausschalten.
|