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Sehr geehrte Patientinnen, sehr geehrte Patienten,
auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Schultergelenk.
Die Informationen sind in Unterkapitel gegliedert.

 

Allgemeine Informationen

Anfänglich schleichend und nur von gelegentlichen Schmerzattacken befallen, die dann aber zur Bewegungseinschränkung führen, entwickelt sich der Befall der Schulter bei der rheumatoiden Arthritis und weniger rasch auch bei der Arthrose. Einmal befallen kommt es dann rasch zum Fortschreiten der Erkrankung. Das Entzündungs- und Schmerzpotential führt zur Inaktivität, Verschmächtigung der Schultermuskulatur und letztlich in die Abhängigkeit von fremder Hilfe. Da die klinischen Erscheinungsbilder von den Patienten über Ellenbogen- und Handfunktion gut kompensiert werden, haben erst sonographische Reihenuntersuchungen die objektiv hohe Beteiligung der Schulter von bis zu 96 % am Krankheitsbild nachweisen lassen. Schon in frühen Stadien konnten ausgedehnte Rotatorenmanschettenrupturen(Muskelmanschette der Schulter) nachgewiesen werden. Gerade für das Schicksal des Schultergelenks ist die Weichteilbeteiligung von entscheidender Bedeutung. Fatal ist, daß geringe Schleimbeutel- entzündungen relativ schmerzarm verlaufen, aber Verklebungen hinterlassen, die Bewegungseinschränkungen nach sich ziehen. Größer ausgedehnte Schleimbeutel- entzündungen werden dann schmerzhaft gut sichtbar, sind aber nur durch die Kommunikation mit dem Schultergelenk erklärbar und sind somit Zeichen der manifesten Muskelmanschettenzerreißung . Hier ist das Frühstadium längst überschritten. Die Beteiligung des Raums unter dem Schulter- blatt macht Schmerzen. Die entzündliche Impingement-(Enge-)Symptomatik ist ihre Ursache. In diesen Anfangsstadien sind durch Röntgenuntersuchungen kaum Aussagen über eine Gelenkbeteiligung zu machen. Sonographisch sind aber schon viel früher Aussagen über eine Gelenkbeteiligung möglich und auch Knochenzerstörungen können sichtbar gemacht werden, lange bevor diese im Röntgenbild erkannt werden. Einschränkungen der Außendrehbewegung und der Anhebung des Arms sind dann erste Zeichen des Gelenkbefalls. Auftretender Kraftverlust und Bewegungseinschränkung kündigen dann schon späte Stadien der Zerstörung an.

In unserer Abteilung werden folgende Verfahren eingesetzt:

  • schultergelenkerweiternde Operationen,
  • Schulterdachplastiken,
  • Operationen nach habitueller Schulterluxation (Knochen- und Weichteileingriffe),
  • Muskelmanschettenrekonstruktions-Operationen,
  • achsumstellende Eingriffe am Schulterkopf,
  • künstliche Schultergelenkersatz-Operationen
  • Entfernung der Gelenkinnenhäute am Schultergelenk,
  • Versteifungen des Schultergelenks
  • Oberarmteilersatz-Operationen bei Tumoren und Unfallspätschäden.

© Copyright 2001–2010
Verein zur Förderung der Erforschung und Bekämpfung Rheumatischer Erkrankungen in der Orthopädie e. V. Bad Kreuznach