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Die Modulare Physiologische Handgelenk-Prothese

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Fa. W.Link
Barkhausenweg 10
22339 Hamburg
Internet: www.linkhh.de
E-Mail: info@linkhh.de

Originalvortrag Teil 1

Originalvortrag Teil 2

Wir haben daher Anfang der 90er Jahre eine neue Handgelenksprothese entwickelt. Die MPH- oder modulare physiologische Handgelenksprothese wurde ursprünglich aus Chrom-Kobald gefertigt mit HX-Beschichtung für die zementfreie Verankerung.. Die Gelenkfläche der Rasiuskomponete ist um 10° nach ulnar gekippt. Die zweigelenkige Carpuskomponete ist um 10° nach radial gekippt und so der kraftschlüssigen Einstellung der proximalen Handwurzelreihe im natürlichen Bewegungsablauf angepasst.. Die zusätzlichen Freiheitsgarde in Extensions-Flexionsrichtung reduzieren die Kräfte auf die karpale Implantatverankerung und stellen einen natürlichen Bewegungsablauf sicher. Theoretischer Vorteile der Prothese waren ihr zweiachsiger Gelenkaufbau, der eine exaktere Rekonstruktion der beiden Rotationszentren im capitatum ermöglicht und zudem die Lasteinleitung aúf die Carpuskomponete bei Grobgrifffunktion in Extensionsstellung des Handgelenks reduziert. Nach anfänglich guten klinischen Ergebnissen waren im 4 Jahresverlauf in 20% revisonspflichtige Komplikationen zu verzeichnen. Ich möchte Ihnen die Ergebnisse und die notwendigen Prothesenmodifikationen kurz erläutern. Wir haben 40 Prothesen im Zeitraum 93-98 implantiert und prospektiv in 3, 6 und 12 monatigen Abständen untersucht. Die Schmerzreduktion lag bei 85% mit guten und sehr guten Ergebnissen im Clayton Score. Der aktive Bewegungsgewinn für die Ex/Flex war moderat bei guter Steigerung der übrigen Bewegungsebenen. Die radiologische Verlaufskontrolle zeigte eine sichere Rekonstruktion der carpalen Höhe mit annähernder Normalisierung der Höhenindices.

Fehlimplantation der Prothesenkomponenten und nicht korrigierbare Weichteildysbalancen waren die Ursache für 3 rezidvierende volar-ulnare Sub-Luxationen mit Auswanderung und Lockerung der Carpuskomponete. Zwei Handgelenke wurden versteift und das Dritte mit einer gekoppelten langstiehligen Revisonsprothese versorgt. Eine weitere Prothese mußte aufgrund eines hämatoogenen Spätinfekts entfernt werden. Probleme bestanden zudem in der Materialfertigung. Die Sprengringe zur Sicherung der distalen Gelenkachse waren zu schwach dimensioniert und es wurden zwei Fälle von revisoinspflichtigen Sprengringbrüchen beobachtet. In allen Revisonsfällen war ein deutlicher Titanabrieb durch exzentrische Gelenkbelastung und Entkopplung der Carpuskomponete zu verzeichnen. Neben der exzentrischen Fehlbelastung der Gelenkflächen waren fertigungsbedingte Oberflächenunregelmäßigkeiten und Radiusfehler ursächlich zu machen. Wir haben deshalb die Prothese 1999 modifiziertt. Die Unterschiede liegen in der Titanfertigung und der modularen Konstruktion. Die Modularität ermöglicht eine exaktere Abstimmung an die indíviduelle Handgelenksarchitektur und erleichtert zukünftige Revisonen. Die Gelenkflächen werden jetzt aus hochpoliertem Titannobium gefertigt. Die Sprengringsicherung wurde durch eine stabile Madenschraubenfixation ausgetauscht. Die distale Gelenkachse wurde ummantelt um zusammen mit der Hochpolitur Titanabrieb zu vermeiden. Für Revisonen steht ein gekoppletes Revionsimplanat zur Verfügung. Wir überblicken jetzt die ersten 10 Implanate und hoffen die technischen Fehler der Erstgeneration ausgemerzt zu haben.

Die aktuelle Literaturübersicht der gängigen Handgelenksprothesen neuester Generation bestätigt,daß. die moderene Handgelenksprothetik noch hinter den Erfolgen der Hüft- und Knieendoprothetik hinterher hinkt. Zusammenfassend bleibt die Handgelenksprothetik ein Eingriff der trotz relativ hohem Risko- mit hohen funktionellen Nutzen für den Patienten verbunden sein kann. Der Rheumaorthopäde und der Patient müssen sich über ein hohes revisonspflichtiges Lockerungspotential im klaren sein. Wir beschränken unsre derzeitige Indikation auf schmerzhaft destruierte Handgelenke mit gutem Knochenlager der Destruktionstypen 1 und 2 nach Simmen ,Huber und intakten Hand- und Fingermotoren.. Wir vermeiden eine exzessive Aufspannung der carpalen Höhe und legen größt möglichen Wert auf eine prä- und intraoperative Planung der Drehpunktrekonstruktion und der Weichteilrebalancierung. Im Zentrum der Entscheidung Arthrodese oder Prothese steht immer der einzelne Patient mit seinem Funktionsanspruch und der Gesamtsituation des polyartikulären Gelenkbefalls.

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Verein zur Förderung der Erforschung und Bekämpfung Rheumatischer Erkrankungen in der Orthopädie e. V. Bad Kreuznach