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Perioperative Behandlungskonzepte
Blut - Blutersatz - Eigenblut
Da die meisten Eingriffe in Blutleere erfolgen (Ellenbogen, Hand, Knie und Fuß), kann
über sorgfältige Präparation und Elektrokoagulation der Gefäßschnittstellen ein
großer Blutverlust vermieden werden.
Bei Ausgangswerten von 12-14 Vol% Hb werden lediglich schwere und aufwändige
Versorgungen am Hüftgelenk bei Vorerkrankungen blutersatzpflichtig. Unter den schlechten
Hb-Ausgangswerten, so z. B. bei den Rheumatikern wird auch eine Eigenblutspende bei
operativen Eingriffen, wie bei zementfreien Hüft- und Kniegelenksoperationen, kritisch
und sehr schwer vertretbar. Wiederaufbereitungsanlagen wie Zell-Safer oder ähnliche
werden erst ab 600 ml Blutvolumenverlust sinnvoll, werte ,die bei uns nur in
Ausnahmefällen erreicht werden.
Wir haben deshalb bei zementfreien und bei Hüft- und Kniegelenkversorgungen ab 1986
einen Routineeinsatz von Blutrückgewinnungssystemen durchgeführt, bei dem über
Redon-Systeme der postoperative Blutverlust innerhalb von 6 Stunden dem Patienten
zurückgegeben werden kann. Nur bei Operationen mit zementfreien Gelenksystemen fallen
postoperativ höhere Blutverluste an. Mit Hilfe dieser Rückgewinnungssysteme konnten wir
die Fremdblutgabe auf unter10% reduzieren. Auf Wunsch ist natürlich eine Eigenblutspende
aber jederzeit möglich. Sie sollte i.d.R. 4 Wochen vor Operationstermin in Absprache mit
der Klinik beginnen. |